Daniela Rus Morales

Frauenquote für Chancengleichheit

Die Gemeinde kann dabei helfen, die Gender-Lücke zu schließen. Frauen machen die meisten beruflichen Abstriche, wenn sie Kinder haben. Der Grund dafür ist nicht natürlich, sondern kulturell bedingt.

Weltweit und auch in Deutschland sind es Männer, die Führungspositionen innehaben, insbesondere weiße Männer über 50. Sie verfügen über die höchsten Gehälter und beziehen die höchsten Renten. Wenn Kinder vorhanden sind, sind es die Frauen, die ihre berufliche Tätigkeit zurückstellen, um sich um sie zu kümmern. Die Statistiken sprechen eine klare Sprache.

Frauen sind nicht weniger fähig. An den Universitäten sind mehr Frauen als Männer eingeschrieben. Und es gibt mehr Frauen mit einem akademischen Abschluss. Die Zahl der Doktoranden ist gleich. Aber es sind die Männer, die die privilegierten Positionen, die Entscheidungs- und Machtpositionen innehaben.

Die Zahlen in Deutschland:

  • Anteil von Frauen im Parlament: 32%
  • Frauen in Führungspositionen: 29%
  • Frauen in Führungspositionen in der Justiz: 33%
  • Frauen in Vollzeit-Lehrstühlen: 30%

Das sagt nicht Die Linke. Das sagt das Statistische Bundesamt.

Gleichberechtigung in Führungspositionen ist ein Ziel, das Frauen und Männern nicht nur die gleiche Teilhabe, sondern vor allem die gleichen Chancen bieten sollte, das politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Leben aktiv mitzugestalten. Wenn der Unterschied so groß ist, wie es die Statistiken zeigen, und man ihn nicht korrigieren will, haben wir ein Problem.

Es gibt Experten, die sich schon seit Jahrzehnten mit diesem Problem beschäftigen. Eine Gesellschaft, die auf Respekt basiert, sollte ihnen zuhören und sich dessen bewusst werden.