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Gesundheit und Prävention in Herrsching

Gesundheit und Prävention in Herrsching

Gesundheit entsteht im Alltag. Eine soziale Gemeinde sorgt dafür, dass Menschen gesund bleiben können, statt erst zu reagieren, wenn Krankheit und Pflegebedürftigkeit eintreten. Prävention, Rehabilitation und suchtmittelfreie Teilhabe sind zentrale Aufgaben einer demografiegerechten Kommunalpolitik.

Unsere Forderungen

Eine gute Pflegeversorgung braucht qualifizierte Fachkräfte, faire Arbeitsbedingungen und Unterstützung im Alltag. Die Gemeinde kann dazu beitragen, Pflegeberufe zu stärken, Pflegebedürftigkeit abzufedern und soziale Isolation zu verhindern.

  • Kommunales Pflegekräfte Qualifizierungsprogramm in Kooperation mit der Agentur für Arbeit zur Umschulung und Weiterbildung in Pflegeberufen.
  • Unterstützung von Betreuungs- und Pflegekräften mit Familie durch Übernahme von Betreuungskosten.
  • Unterstützung von Betreuungs- und Pflegekräften durch Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum.
  • Aufwertung der Pflege durch tarifkonforme Vergütung und kommunale Zuschüsse zur Sicherung fairer Löhne.
  • Aufbau eines kommunal koordinierten Seniorenbegleitdienstes auf geringfügiger Basis zum Erhalt von Gesundheit und Teilhabe, gegen Einsamkeit und zur Entlastung pflegender Angehöriger.
  • Stärkung von ambulanter Palliativversorgung durch Kooperationen und Qualifizierung ehrenamtlicher Sterbebegleitung.

Ziel: Pflegeberufe stärken, Versorgung langfristig sichern und würdiges Altern in der Gemeinde ermöglichen.

Gesundheit darf nicht vom Wohnort oder vom Einkommen abhängen. Klimawandel, soziale Ungleichheit und der demografische Wandel stellen neue Anforderungen an die kommunale Gesundheitsvorsorge. Eine vorausschauende Gemeinde braucht dafür ein abgestimmtes Konzept statt einzelner Maßnahmen.

  • Entwicklung eines kommunalen Gesundheits und Hitzeschutzkonzepts auf Basis demografischer Daten mit geeigneten Schutz und Vorsorgemaßnahmen.
  • Öffentliche Trinkwasserbrunnen und frei zugängliche Abkühlungsangebote als feste Infrastruktur im Gemeindegebiet.
  • Kostenfreie Präventions-, Bewegungs- und Gesundheitsangebote im Gemeindegebiet für unterschiedliche Altersgruppen.
  • Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung durch kommunale Unterstützung bei Neuansiedlungen und bedarfsgerechte Standortplanung.
  • Systematische Einbindung von Pflege und Gesundheitsbetrieben sowie Fachstellen in die kommunale Gesundheitsplanung.

Ziel: Gesundheitliche Teilhabe sichern, Prävention stärken und die Gemeinde demografiefest und klimaresilient aufstellen.

Menschen mit Suchterkrankungen brauchen Teilhabe ohne ständige Konfrontation mit Konsum. Öffentliche Räume müssen für alle nutzbar sein.

  • Schaffung suchtmittelfreier öffentlicher Begegnungsräume.
  • Unterstützung von Einkaufsmöglichkeiten und Treffpunkten ohne Alkohol oder Glücksspiel.
  • Sensible Gestaltung kommunaler Veranstaltungen mit suchtarmen oder suchtfreien Angeboten.

Ziel: Teilhabe ermöglichen und Rückfälle vermeiden statt Menschen auszuschließen.