Wahlprogramm

Mobilität & Verkehr

Ortsentwicklung, Verkehr und Mobilität

Eine lebenswerte Gemeinde entsteht nicht zufällig. Sie braucht sichere Wege, funktionierende Mobilität und öffentliche Räume, in denen Menschen sich begegnen können. Herrsching ist in den vergangenen Jahren gewachsen. Dieses Wachstum wurde jedoch zu selten aktiv gestaltet. Besonders junge Menschen, Familien, Seniorinnen und Menschen mit Einschränkungen stoßen im Alltag auf Hürden. Wir wollen Ortsentwicklung und Verkehrspolitik so ausrichten, dass sie Sicherheit schaffen, Teilhabe ermöglichen und den öffentlichen Raum für alle zugägnlich machen.

Unsere Forderungen

Der öffentliche Raum gehört allen. Sicherheit im Straßenverkehr ist keine Frage von Bequemlichkeit, sondern von Schutz für Kinder, ältere Menschen und Radfahrende.

  • Tempo 30 im gesamten Gemeindegebiet.
  • Feste Geschwindigkeitskontrollen auf den Hauptverkehrsachsen.
  • Besondere Berücksichtigung stark frequentierter Straßen in Herrsching, Breitbrunn und Widdersberg.
  • Verkehrsberuhigung in Wohngebieten und an sensiblen Orten wie Schulen und Kitas.

Ziel: Mehr Sicherheit, weniger Lärm und ein entspannteres Miteinander im öffentlichen Raum.

Radfahren muss im Alltag eine echte Alternative sein. Dafür braucht es sichere Wege, gute Verbindungen und praktische Angebote.

  • Aktive Beteiligung am landkreisweiten Fahrradkonzept für den Landkreis Starnberg und das Fünf Seen Land.
  • Lückenloser Ausbau sicherer Radverbindungen zwischen Ortsteilen und Nachbargemeinden.
  • Einrichtung eines kommunalen Fahrradverleihsystems.
  • Kommunale Förderung für Fahrräder und Lastenfahrräder für Familien und Menschen mit geringem Einkommen.

Ziel: Mehr klimafreundliche Mobilität und mehr Unabhängigkeit im Alltag für alle Altersgruppen.

Nicht jede Person braucht ein eigenes Auto. Geteilte Mobilität spart Platz, Geld und Ressourcen.

  • Ausbau bestehender Carsharingangebote im Gemeindegebiet
  • Integration von Carsharing in Neubaugebiete und Ortszentren
  • Bevorzugte Stellplätze für gemeinschaftlich genutzte Fahrzeuge

Ziel: Weniger Verkehr, weniger Flächenverbrauch und mehr flexible Mobilität.

Mobilität darf nicht vom Geldbeutel abhängen. Gerade Kinder, ältere Menschen und Menschen mit geringem Einkommen müssen sich bewegen können.

  • Einkommensgestaffelte Übernahme eines Anteils der Kosten für Schülertickets durch die Gemeinde.
  • Einführung eines kommunalen Sozialtickets für Menschen mit geringem Einkommen unabhängig vom Alter.
  • Kostenfreie Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs im Gemeindegebiet für Inhaberinnen und Inhaber des Sozialtickets.

Ziel: Soziale Teilhabe und Mobilität für alle, unabhängig vom Geldbeutel.

Der Bahnhof ist mehr als ein Durchgangsort. Er kann ein Treffpunkt, ein Mobilitätsknoten und ein Ort des Aufenthalts sein.

  • Umgestaltung des Bahnhofsplatzes zu einem offenen Begegnungsraum.
  • Sitzmöglichkeiten, Wetterschutz und Aufenthaltsflächen.
  • Spielangebote für Kinder.
  • Kleine Cafeteria ohne Konsumzwang.
  • Kommunaler Fahrradverleih und sichere Abstellanlagen.
  • Öffnung und ökologische Aufwertung des Kienbachufers.
  • Verbindung von Aufenthaltsqualität mit Natur und Hochwasserschutz.

Ziel: Ein lebendiges Ortszentrum, das Mobilität, Begegnung und Aufenthaltsqualität verbindet.

Die ehemalige Finanzhochschule bietet die Chance für ein zukunftsweisendes Projekt.

  • Langfristige Entwicklung zu einem inklusiven Begegnungszentrum.
  • Bezahlbarer Wohnraum für unterschiedliche Lebenslagen
  • Umwandlung bestehender studentischer Wohnungen in sozialen Wohnraum.
  • Räume für Kultur, Beratung, Integration und Unterstützung.
  • Ein offenes Kulturzentrum insbesondere für Jugendliche, Senioren und Geflüchtete.

Ziel: Ein zentraler Ort der Begegnung, der Wohnen, Kultur und soziale Unterstützung verbindet und Herrsching nachhaltig stärkt.